Unternehmensmitteilungen
03.05.2016, Luxemburg

Braas Monier mit solidem Jahresstart dank Volumensteigerung bei Dachpfannen in Europa


  • Volumenzuwachs bei Dachpfannen in Europa um ca. 5% (bereinigt: 3,5%) im 1. Quartal 2016 mit positiver Entwicklung in Großbritannien, Deutschland und Frankreich
  • Schornsteine und Energiesysteme mit vergleichbarem Umsatzwachstum (bereinigt)
  • Marginaler Umsatzrückgang um 0,5% auf 249,9 Millionen Euro im 1. Quartal 2016 aufgrund negativer Währungseffekte und eines schwierigen Quartals in Asien (bereinigt: +0,6%)
  • Steigerung des Operativen EBITDA um 5,1% (bereinigt: 7,2%) auf 18,0 Millionen Euro aufgrund von Volumenzuwächsen in Europa und Kostenverbesserungen
  • Erfolgreiche Übernahme des dänischen Herstellers von Dachsystemteilen J.A. Plastindustri S/A
  • Markteinführung eines neuen Dachsteins mit 'Aerlox'-Technologie, der bis zu 40% leichter ist als herkömmliche Dachsteine
  • Bestätigung der Prognose für das Gesamtjahr, erwartetes Umsatzwachstum von 2-3% auf bereinigter Basis plus zusätzlicher 2-3% aus den jüngsten Übernahmeaktivitäten

Luxemburg, 3. Mai 2016. Braas Monier ist im 1. Quartal solide in das Jahr 2016 gestartet. Bei Dachpfannen erreichte das Unternehmen in Europa ein Volumenzuwachs auf bereinigter Basis von 3,5% und konnte so den positiven Trend, der im zweiten Quartal 2015 angestoßen wurde, fortsetzen. Diese Steigerung wurde insbesondere in Westeuropa sowie in Mittel-, Nord- und Osteuropa erzielt. Hier haben Frankreich und Deutschland angefangen, die bereits 2015 sichtbare positive Entwicklung in Großbritannien und Polen zu ergänzen. Ähnliche Wachstumsraten erreichte der Bereich Schornsteine und Energiesysteme. Diese positive Entwicklung wurde einzig durch die konzernweit negativen Währungseffekte getrübt, sowie durch weiterhin sinkende Volumina in Asien.

„In Ländern mit steigenden Volumina haben wir von unserem starken operativen Hebel profitiert. In Märkten, in denen ein schwierigeres Marktumfeld herrscht, haben wir schnell und kraftvoll reagiert. Volumensteigerungen und beträchtliche Kosteneinsparungen haben dafür gesorgt, dass wir ein Wachstum des Operativen EBITDA von 7% auf bereinigter Basis erzielen konnten“, so Pierre-Marie De Leener, CEO und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Braas Monier Building Group.

Stabile Umsatzentwicklung mit positivem Momentum in Europa
Mit 249,9 Millionen Euro wurde im 1. Quartal 2016 ein vergleichbarer Umsatz erzielt wie im Vorjahresquartal (251,1 Millionen Euro). Der marginale Rückgang von 0,5% ergibt sich im Wesentlichen aus negativen Währungseffekten in Höhe von 8,0 Millionen Euro (-3,2% des Umsatzes), die hauptsächlich auf eine Stärkung des Euros gegenüber dem südafrikanischen Rand, dem britischen Pfund und dem malaysischen Ringgit zurückzuführen sind.

Unternehmenskäufe aus der jüngsten Vergangenheit wie J.A. Plastindustri in Dänemark (per Januar 2016 konsolidiert), Ceprano Coperture in Italien (per Dezember 2015 konsolidiert) und Golden Clay Industries in Malaysia (per Oktober 2015 konsolidiert) hatten positive Auswirkungen auf die Umsätze in Höhe von 5,2 Millionen Euro bzw. 2,1%.

Der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 nahm auf bereinigter Basis, d. h. ohne Einbeziehung von Wechselkurseffekten und Zukäufen, um 0,6% zu. Diese positive Grundentwicklung wurde getrieben von einer Volumensteigerung bei Dachpfannen in Europa um 3,5% (auf bereinigter Basis) – das vierte Quartalswachstum in Folge. Die Volumina in Afrika und Asien litten unter der sich abschwächenden Konjunktur, insbesondere in China, sowie – im Falle von Malaysia – unter einer hohen Vergleichsbasis. Dort hatte das 1. Quartal 2015 stark von Vorzieheffekten im Zusammenhang mit der Umsatzsteuereinführung per April 2015 profitiert.

Die durchschnittlichen Verkaufspreise blieben im 1. Quartal 2016 nahezu konstant. Allgemein positive Preiseffekte wurden in den ersten drei Monaten durch Mixeffekte kompensiert.

Das Komponentengeschäft konnte im 1. Quartal 2016 – insbesondere in Deutschland – eine solide Performance erzielen. Die Leistungskennzahl für Komponenten in Europa, welche die Höhe des Umsatzes mit Komponenten pro Quadratmeter an verkauften Dachpfannen angibt, erreichte im 1. Quartal 2016 einen Wert von 2,72 Euro pro Quadratmeter. Die negativen Währungseffekte und die erstmalige Einbeziehung von Ceprano Coperture wirkte sich mit ca. -0,06 Euro pro Quadratmeter bzw. -0,02 Euro pro Quadratmeter auf die Kennzahl aus. Auf vergleichbarer Basis erreichte diese somit das Niveau des Vorjahresquartals (2,80 Euro pro Quadratmeter).

Ein Volumenzuwachs in Europa zeigte sich auch im Geschäftsbereich Schornsteine und Energiesysteme. In diesem Berichtssegment konnte ein Umsatzwachstum von 1,5% (bereinigt: 3,8%) erzielt werden.

Steigerung des operativen EBITDA aufgrund eines starken operativen Hebels und Kostenverbesserungen
Das Operative EBITDA stieg im Zeitraum von Januar bis März 2016 um 5,1% (bereinigt: 7,2%) auf 18,0 Millionen Euro (1. Quartal 2015: 17,1 Millionen Euro). Die operative EBITDA-Marge stieg um 40 Basispunkte auf 7,2% (1. Quartal: 6,8%). Die negativen Währungseffekte in Höhe von 0,9 Millionen Euro wurden größtenteils durch den Operativen EBITDA-Beitrag der vor Kurzem zugekauften Unternehmen ausgeglichen (0,6 Millionen Euro). Der hohe operative Ergebnisbeitrag steigender Volumina bei Dachpfannen in Europa konnte die Auswirkung der sinkenden Volumina in Asien und Afrika mehr als kompensieren und die Verbesserungen des Geschäftsbereichs Schornsteine und Energiesysteme sowie des Komponentengeschäfts noch verstärken. Die Kosteninflation im 1. Quartal 2016 war aufgrund niedrigerer Energiepreise und Effizienzgewinne negativ.

Infolge der Veränderung des nicht-operativen Ergebnisses in Höhe von 8,5 Millionen Euro lag das EBIT mit -7,8 Millionen im ersten Quartal 2016 unter dem Vorjahresniveau (-0,8 Millionen Euro). Das Nettofinanzergebnis betrug -10,8 Millionen Euro für die ersten drei Monate des Jahres 2016 und blieb damit im Vergleich zum 1. Quartal 2015 (-10,0 Millionen Euro) nahezu konstant. Niedrigere Zinszahlungen wurden durch ein negatives Delta aus Währungsgewinnen und -verlusten sowie Bewertungseffekten in Verbindung mit eingebetteten Derivaten, zusammen 1,6 Millionen Euro, mehr als kompensiert.

Legt man eine effektive Steuerquote für den Konzern in Höhe von 32,4% (1. Quartal 2015: 32,2%) zugrunde, resultiert daraus ein Nettoergebnis für den Berichtszeitraum von -12,6 Millionen Euro (1. Quartal 2015: -7,3 Millionen Euro). Geteilt durch die Anzahl der ausstehenden Aktien per 31. März 2016 (39.166.667) betrug das Nettoergebnis je Aktie im ersten Quartal -0,32 Euro (1. Quartal 2015: -0,19 Euro).

Saisonal typische Cashflows mit leichter Verbesserung des Verschuldungsgrads
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug -84,4 Millionen Euro (1. Quartal 2015: -78,9 Millionen Euro). Die negative Kapitalflussentwicklung spiegelt das typische saisonale Muster wider, wobei die Abflüsse in erster Linie dem Aufbau von Working Capital geschuldet sind. Das benötigte Working Capital im 1. Quartal 2016 in Höhe von 83,1 Millionen Euro entspricht einer Steigerung von 2,3 Millionen Euro im Vergleich zum 1. Quartal 2015 .

Der bereinigte freie Cashflow im 1. Quartal 2016 betrug -94,0 Millionen Euro vor Einmaleffekten im Umfang von 21,3 Millionen Euro. Diese standen in erster Linie im Zusammenhang mit dem Zukauf von J.A. Plastindustri (19,7 Millionen Euro). Die sonstigen Anpassungen betrafen Änderungen in Bezug auf das Management, Integrationskosten sowie die Kosten für strategische Wachstumsprojekte wie „WrapTec“ und „Aerlox“. Der bereinigte freie Cashflow im 1. Quartal 2015 betrug -87,7 Millionen Euro vor Einmaleffekten im Umfang von 30,1 Millionen Euro (einschließlich 25,3 Millionen Euro aus dem Erwerb von Cobert abzüglich Veräußerungen).

Die Nettoverschuldung zum Ende des 1. Quartals 2016 betrug 452,7 Millionen Euro, wobei das Niveau des 1. Quartals 2015 gehalten wurde (454,3 Millionen Euro). Die Pensionsverbindlichkeiten, aufgelaufene Zinsen, kapitalisierte Gebühren und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Wertaufholungsvereinbarungen sind nach Unternehmensdefinition nicht Teil der Nettoverschuldung. Das Operative EBITDA der vergangenen zwölf Monate zum 1. Quartal 2016 erreichte 197,6 Millionen Euro. Damit verbesserte sich das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Operativem EBITDA (der vergangenen zwölf Monate) vom 2,4-Fachen im März 2015 auf das 2,3-Fache im März 2016. Das Verhältnis von Operativem EBITDA (der vergangenen zwölf Monate) zum Nettozinsaufwand verbesserte sich auf das 7,1-Fache zum Ende des Quartals (5,7-Faches zum Ende des 1. Quartals 2015).

Erfolgreiche Umsetzung der Übernahmestrategie
Im Januar 2016 kaufte Braas Monier das Unternehmen J.A. Plastindustri S/A, einen dänischen Hersteller von Dachsystemteilen. Die Produktpalette von J.A. Plastindustri umfasst Komponenten für Bedachungsmaterialien wie Dachpfannen, Metall, Faserzement und Asphaltschindeln. Es ist auf Sanitär- und Dachbelüftung, Dachoberlichter und ergänzendes Zubehör wie Dichtbänder, Endstücke und spezielle Luftdurchlässe spezialisiert. Als reiner Hersteller von Originalteilen (OEM) verfügt J.A. Plastindustri über mehr als 40 Jahre Erfahrung in Bezug auf die Produktion individueller Dachsystemteile und bietet dabei erstklassige Produktqualität verbunden mit einem hohen Maß an Flexibilität. Die Geschäftsschwerpunkte liegen in Nordeuropa, einschließlich Großbritannien, und Osteuropa.

Markteinführung eines neuen Dachsteins mit „Aerlox“-Technologie
Auf Grundlage umfassenden Know-hows und umfangreicher Erfahrung sowie unter Einsatz langfristiger F&E-Aktivitäten ist Braas Monier eine Innovation gelungen, die im Markt auf hohes Interesse stoßen dürfte: „Aerlox“, einen Dachstein, der bis zu 40% leichter ist als herkömmliche Dachsteine, jedoch über die vergleichbaren technischen Eigenschaften, z.B. in Bezug auf Widerstandskraft, langfristige Optik und Frostbeständigkeit, verfügt. Insbesondere Dachdecker werden von dem niedrigeren Gewicht des Dachsteins profitieren, da sie so jeden Tag deutlich weniger Gewicht tragen und bewegen müssen. Die Arbeit mit dem neuen Dachstein mit „Aerlox“-Technologie ist weniger anstrengend, sodass die Dachsteine schneller verlegt werden können. Zudem sind in Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte die Distanzen, über die Dachsteine transportiert werden müssen, im Verhältnis zu den geringeren Gesamtvolumina oft relativ groß. Durch das geringere Gewicht des neuen Dachsteins wird der wirtschaftlich mögliche Transportradius erweitert und die Attraktivität dieser Märkte erhöht, in denen bisher andere Baumaterialien als Dachpfannen vorherrschten.

Andere Baumaterialien wie Metall und Faserzement werden üblicherweise bei Häusern verwendet, die über ein leichtes Fundament bzw. eine leichte Dachstruktur verfügen und daher nicht in der Lage sind, das Gewicht herkömmlicher Dachpfannen zu tragen. Auch hier eröffnet der neue Dachstein mit „Aerlox“-Technologie Braas Monier den Zugang zu neuen Marktsegmenten.

Positive Prognose für 2016 bestätigt
Braas Monier erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2016 auf bereinigter Basis dank steigender Volumina in Europa um 2-3% wachsen wird. Die durchschnittlichen Verkaufspreise werden vermutlich leicht ansteigen, um steigende Betriebskosten zu decken. Darüber hinaus wird erwartet, dass durch die erstmalige vollumfängliche Einbeziehung der Unternehmenskäufe in Malaysia, Dänemark und Italien weitere 2-3% an Umsatzwachstum und eine Zunahme des Operativen EBITDA um etwa 4% generiert werden können.

„Mit der Übernahme von J.A. Plastindustri haben wir weiteres Wachstumspotenzial für unser Unternehmen geschaffen, insbesondere im attraktiven Komponentengeschäft. Es handelt sich dabei um unsere fünfte wertsteigende Übernahme seit Januar 2015. Die Akquisition beweist unsere Fähigkeit zur Umsetzung unserer wertsteigernden M&A-Strategie. Echte Produktinnovationen, wie der neue Dachstein mit „Aerlox“-Technologie, sorgen dafür, dass wir uns weiter von der Konkurrenz abheben und so unser Ziel eines überdurchschnittlichen Wachstums mithilfe unseres „Top Line Growth“-Programms erreichen können. Der solide Start in das Jahr 2016, unsere gute operative Performance und unser Potenzial für weiteres organisches und anorganisches Wachstum stimmen uns zuversichtlich, dass wir unsere Umsatz- und Ergebnisziele für 2016 erreichen und unser starkes Cashflow-Profil in seiner jetzigen Form aufrechterhalten können“, so Pierre-Marie De Leener, CEO der Braas Monier Building Group.

Die vollständige Quartalsmitteilung zum ersten Quartal 2016 sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.braas-monier.com > Investor Relations > Finanzmitteilungen.

Über Braas Monier
Die Braas Monier Building Group ist ein führender Hersteller und Anbieter von Produkten für das Geneigte Dach in Europa, einzelnen asiatischen Märkten und Südafrika. Der Konzern deckt den gesamten Produktionsprozess ab und verfügt über ein umfangreiches Spektrum an Dachziegeln und Dachsteinen für Schrägdächer. Als einer der wenigen Anbieter umfasst das Portfolio außerdem weitere Dachsystemteile für verschiedene funktionale Aspekte von Schrägdächern. Schornsteine aus Keramik und Stahl sowie Energiesystemlösungen runden das Angebot ab. Zum 31. Dezember 2015 war Braas Monier in 37 Ländern aktiv, betrieb 118 Produktionsanlagen und beschäftigte rund 7.735 Mitarbeiter. Sitz des Unternehmens ist Luxemburg.

 

 

Ansprechpartner
Achim Schreck
Director Group Communications / Investor Relations
Braas Monier Building Group

Tel: +49 6171 61 28 59
E-mail: achim.schreck@monier.com
Website: www.braas-monier.com


PRESSETEXT

160503_Braas_Monier_Q1_2016_Pressemitteilung.pdf