Unternehmensmitteilungen
06.05.2015, Luxemburg

Braas Monier startet vielversprechend in das Jahr 2015: Stabile Umsätze, starkes Ebitda und deutliche Verbesserung des Nettoergebnisses im ersten Quartal

Highlights des ersten Quartals und Ausblick 2015


  • Umsatz im ersten Quartal 2015 von 251,1 Mio. EUR liegt um 0,4 % leicht über dem Vorjahr, dank „Top Line Growth“-Programm und positiven Währungseffekten
  • Starker Beitrag zum EBITDA in Höhe von 17,1 Mio. EUR (Q1 2014: 20,7 Mio. EUR) gestützt durch striktes Fixkostenmanagement (like-for-like 0,1% höher im ersten Quartal 2015)
  • Zweistelliges EBITDA-Wachstum (in %) in Western Europe und Asia & Africa
  • Anstieg des Nettoergebnisses um 53,0 % auf -7,3 Mio. EUR (Q1 2014: -15,6 Mio. EUR)
  • Reduzierter Verschuldungsgrad resultiert in geringerem Zinsaufwand für das Gesamtjahr um ca. 1 Mio. EUR
  • Umsatzwachstum im Gesamtjahr mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich
  • Weitere Stärkung des Geschäfts in der Region Asien-Pazifik durch den eingeleiteten Erwerb von Golden Clay Industries in Malaysia

Stabile Umsätze und starker EBITDA-Beitrag resultieren in deutlich verbessertem Nettoergebnis

Vorzieheffekte aufgrund ungewöhnlich milden Wetters in Europa beeinflussten die Volumenentwicklung im Vorjahreszeitraum positiv. „Solch‘ ungewöhnlich hohen Volumina sind selbstverständlich nur schwer zu wiederholen. Mithilfe unseres erfolgreichen ‚Top Line Growth‘ (TLG)-Programms konnten wir den Volumenrückgang im ersten Quartal jedoch so weit begrenzen, dass wir unser Geschäft – auch dank Akquisitionen und positiver Währungseffekte – sogar leicht steigern konnten“, erklärt Pepyn Dinandt, CEO der Braas Monier Building Group. „Außerdem konnten die positive Preisentwicklung und unser anhaltender Fokus auf Kostenmanagement die Effekte der Kosteninflation ausgleichen.“ Das operative EBITDA lag somit nur knapp unter dem hohen Ergebnis des Vorjahresquartals. Das Nettoergebnis konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2014 sogar verbessert werden. Die gute Geschäftsentwicklung und die effektive Umsetzung des TLG-Programms haben dazu beigetragen, dass Braas Monier in den ersten drei Monaten gut in das Jahr 2015 gestartet ist.

Leichter Anstieg des Quartalsumsatzes gegenüber dem Vorjahr

Von Januar bis März konnte Braas Monier den Umsatz leicht um 0,4 % von 250,0 Mio. EUR im Jahr 2014 auf 251,1 Mio. EUR im Berichtszeitraum erhöhen. Bereinigt um Währungseffekte sowie Geschäftsausweitung und Übernahmen sanken die Umsätze um 4,4 %. Die positive Preisentwicklung, weitere Umsätze infolge der Erstkonsolidierung von Cobert sowie günstige Währungseffekte haben die rückläufigen Volumina im bestehenden Geschäft mit Dachziegeln, Dachsteinen, Komponenten und Schornsteinen ausgeglichen. Das hohe vergleichbare Niveau des ersten Quartals 2014 konnte in Deutschland und Frankreich nicht erreicht werden. Andere Länder wie Großbritannien und die Niederlande hingegen konnten das zugrunde liegende Geschäft weiter deutlich ausbauen. Ohne diese widrigen Witterungsbedingungen, die sich verzerrend auf den Quartalsvergleich auswirkten, stiegen die Umsätze in Asia & Africa 2015 um 20,0 % (5,8 % auf bereinigter Basis). Insbesondere starkes Wachstum in Malaysia und Südafrika hat zu dieser Zunahme beigetragen.

Gesichertes hohes operatives Leverage für künftige Volumensteigerungen

Das operative EBITDA im ersten Quartal 2015 erreichte 17,1 Mio. EUR (Q1 2014: 20,7 Mio. EUR). Der moderate Rückgang um 3,6 Mio. EUR ist direkt auf sinkende Verkaufszahlen im Geschäft mit Dachsteinen und Dachziegeln, Komponenten und Schornsteinen zurückzuführen. Die positive Preisentwicklung sowie einzelne Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung wirkten der Inflation bei variablen und fixen Kosten entgegen. „Es ist wichtig, dass wir in unseren Bemühungen um strenges Kostenmanagement nicht nachlassen. Im ersten Quartal 2015 ist uns das gelungen. Jede für die nächsten Monate erwartete Volumensteigerung wird deswegen einen erheblichen Beitrag zur Erhöhung des EBITDA leisten“, so Matthew Russell, CFO der Braas Monier Building Group.

Weitere Verbesserung des Nettoergebnisses im Berichtszeitraum

Das aus saisonalen Gründen in der Regel negative Ergebnis im Zeitraum von Januar bis März konnte 2015 weiter gesenkt werden. Es beträgt -7,3 Mio. EUR und liegt damit 53,0 % über dem Vorjahresergebnis (-15,6 Mio. EUR). Das entspricht einer Verbesserung um 0,21 EUR je ausstehender Aktie. Der niedrigere Zinsaufwand nach erfolgter Refinanzierung im April 2014 sowie positive Einmaleffekte aus der Übernahme von Cobert konnten den leichten Rückgang des operativen EBITDA mehr als wettmachen.

Eigenkapitalausstattung gestärkt, vermutlich geringerer Zinsaufwand

Als Ergebnis des positiven Ertragsbeitrags der vergangenen zwölf Monate sowie der Kapitalerhöhung um etwa 100 Mio. EUR in Verbindung mit dem Börsengang im Juni 2014 stieg das Eigenkapital von 0,0 Mio. EUR am Ende des ersten Quartals 2014 auf insgesamt 73,9 Mio. EUR am 31. März 2015. Die Leverage Ratio, das Verhältnis der Nettoschulden zum operativen EBITDA (der vorangegangenen zwölf Monate), wurde deutlich auf 2,4 x zum Ende der ersten drei Monate 2015 gesenkt (Q1 2014: 2,8 x).

Das langfristige Darlehen B des Unternehmens (200 Mio. EUR) sowie die revolvierende Kreditfazilität (100 Mio. EUR, bis zum 31. März 2015 nicht in Anspruch genommen) enthalten Ratchet-Bestimmungen, die direkt mit der Leverage Ratio verknüpft sind und ab April 2015 gelten. Ausgehend von der aktuellen Leverage Ratio profitiert der Konzern von einer Margensenkung um 50 Basispunkte bei beiden Instrumenten, was jährliche Einsparungen bei Zinsaufwendungen in Höhe von etwa 1 Mio. EUR bedeutet.

Volumina im Schrägdachmarkt werden 2015 im Vorjahresvergleich ansteigen

Braas Monier erwartet für das Jahr 2015 weiteres starkes Wachstum in Großbritannien sowie moderates Wachstum in anderen europäischen Ländern wie Spanien, Portugal, den Niederlanden, Polen, Ungarn und der Türkei. Für Deutschland und Österreich geht Braas Monier von einer stabilen Entwicklung aus. Das Gleiche gilt für Italien, wo der Markt mittlerweile seine Talsohle durchschritten haben dürfte. In Frankreich wird es vermutlich weiter bergab gehen, wenn auch deutlich langsamer als 2014, bevor im Laufe des Jahres 2015 der Tiefpunkt erreicht wird. Mit Blick auf die Schwellenländer wird vor allem für Indonesien und Südafrika Wachstum prognostiziert. Das Teilegeschäft wird Prognosen zufolge eine deutliche Ergebnisverbesserung aufweisen. Ursache dafür sind strengere nationale und internationale Baustandards, insbesondere im Hinblick auf Energieeffizienz und Sicherheit. Das Segment Chimneys & Energy Systems dürfte sich in den einzelnen Ländern ähnlich entwickeln wie das Bedachungsgeschäft.

Braas Monier wird auch künftig überdurchschnittliches Wachstum anstreben und dazu im Rahmen des „Top Line Growth“-Programms weitere Projekte auch in neuen Ländern einführen. Mit der Übernahme von Cobert, dem Marktführer in Spanien und Portugal, hat Braas Monier neue Wachstumsmärkte erschlossen, die weitere Umsätze und Erträge generieren werden. Die Transaktion wurde im Januar 2015 abgeschlossen. Die Geschäftsführung erwartet, dass das Geschäft auf der iberischen Halbinsel im laufenden Geschäftsjahr Umsätze von ca. 38 Mio. EUR einbringen und ca. 5 Mio. EUR zum operativen EBITDA beitragen wird (einschließlich Synergien).

Auf Grundlage dieser Annahmen erwartet Braas Monier ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, das hauptsächlich von einem Volumenzuwachs und der Erstkonsolidierung von Cobert getrieben wird. Steigerungen des durchschnittlichen Verkaufspreises werden Prognosen zufolge wenigstens die Kosteninflation variabler Kosten ausgleichen.

Aus der Kostenperspektive erwartet die Geschäftsführung leichte Verbesserungen bei den Betriebskosten (Rohstoffe und Lohninflation). Die derzeit niedrigen Energiepreise könnten die Kosteninflation variabler Kosten etwas abschwächen, wenn sie im gesamten Geschäftsjahr auf diesem Stand blieben. Umsatzsteigerung sowie der anhaltende Fokus auf strenger Kostenkontrolle auf allen Ebenen werden ebenfalls dazu beitragen, das Ergebnis des Unternehmens weiter zu erhöhen.

Übernahme von Golden Clay Industries (GCI), führender Hersteller von Dachziegeln in Malaysia

Im April 2015 unterzeichnete Braas Monier einen Übernahmevertrag für Golden Clay Industries Sdn Bhd (GCI), dem führenden malaysischen Hersteller und Anbieter von Dachziegeln und Formsteinen und einer der wenigen Hersteller im Raum Asien-Pazifik, die über die moderne H-Kassetten-Technologie verfügen. 2014 erwirtschaftete1  GCI einen Umsatz von 35,0 Mio. MYR und erzielte ein  Pro-forma-EBITDA von 8,5 Mio. MYR. Die Geschäftsführung erwartet, dass GCI seinen Umsatz mittelfristig auf mehr als 55 Mio. MYR steigern (einschließlich Synergien) und ein EBITDA von mindestens 21 Mio. MYR erzielen kann. Das würde zu einem erheblichen Zahlungsmittelzufluss führen. Die Übernahme wird aus freiem Cashflow finanziert und soll spätestens im Oktober 2015 abgeschlossen sein. Auf Grundlage der aktuellen Planung von GCI und unter der Annahme, dass die Transaktion im Oktober 2015 durchgeführt wird, werden für 2015 ein Umsatz- sowie ein EBITDA-Beitrag in Höhe von etwa 6 Mio. MYR beziehungsweise 1,7 Mio. MYR erwartet.

 

1 Nicht geprüfte Zahlen


PRESSETEXT

150506_Braas_Monier_Pressemitteilung_Ergebnisse_Erstes_Quartal_2015_01.pdf