Unternehmensmitteilungen
02.03.2016, Luxemburg

Braas Monier erzielt Umsatz- und Gewinnsteigerung durch Mengenzuwächse bei Dachpfannen in Europa und durch wertsteigernde Übernahmen


Starke operative Leistung im Jahr 2015 (Alle Zahlen sind vorläufig. Der geprüfte Jahresabschluss für das gesamte Geschäftsjahr wird am 31. März 2016 veröffentlicht.)

  • Anstieg des Operativen EBITDA, des Nettoergebnisses und der Kapitalrendite (ROIC: Return on Invested Capital) im dritten Jahr in Folge
  • Operativer freier Cashflow fast verdoppelt auf 121,9 Millionen Euro (2014: 65,4 Mio. Euro)
  • Pro-forma-Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung / Operatives EBITDA) mit 1,7x deutlich im Rahmen des Verschuldungsziels von maximal 2,0x 
  • Vorgeschlagene Dividendenerhöhung um 33% auf 0,40 Euro je Aktie, untermauert durch solide operative und finanzielle Leistung 

Weichen auf profitables Wachstum im Jahr 2016 gestellt

  • Insgesamt verbesserte Marktentwicklung aufgrund positiver Leitindikatoren für das europäische Neubau- und Renovierungsgeschäft erwartet 
  • „Top Line Growth“-Programm weiterhin mit dem Ziel eines über dem Marktdurchschnitt liegenden Wachstums, aufbauend auf den Erfolgen der vergangenen Jahre
  • Das Unternehmen wird weiterhin strategische Übernahmen ins Auge fassen, insbesondere in Märkten mit kurz- bis mittelfristig überdurchschnittlicher Wachstumserwartung 

Braas Monier konnte die Profitabilität im Jahr 2015 erneut deutlich verbessern. Im dritten Jahr hintereinander steigerte das Unternehmen Operatives EBITDA, Nettoergebnis und Kapitalrendite (ROIC) trotz einer schwierigen Marktentwicklung in Asien und einer uneinheitlichen Entwicklung in den europäischen Ländern. Diese starke Leistung basiert auf einer weiteren Erholung der Marktanteile in fast allen wesentlichen europäischen Märkten, auf wertsteigernden Ergänzungs-akquisitionen, auf striktem Fixkostenmanagement, niedrigerem Zinsaufwand sowie auf finanzieller Disziplin.

„Basierend auf den besonderen Anstrengungen unserer 7.735 Mitarbeiter weltweit, haben wir 2015 erneut starke freie Cashflows erwirtschaftet. Diese Erträge wurden zur Stärkung unseres Tagesgeschäfts sowie für Investitionen in zukünftiges Wachstum verwendet“, fasste Pierre-Marie 

De Leener, CEO und Vorsitzender des Verwaltungsrats der Braas Monier Building Group zusammen. „Organische Wachstumsprojekte beinhalteten echte Produktinnovationen wie den neuen Dachstein mit „Aerlox“ Technologie und „WrapTec“, die ab 2016 und 2017 ein zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotenzial bieten. Mit unseren Ergänzungsakquisitionen haben wir eine weitere Grundlage für profitables künftiges Wachstum und damit für eine weitere Steigerung unseres Unternehmenswertes gelegt. Erneut haben wir unsere strategischen Meilensteine erreicht, ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum zu erzielen und dabei in sich erholenden Märkten vom starken operativen Hebel des Geschäfts zu profitieren.“

Braas Monier mit deutlich überdurchschnittlicher Leistung in uneinheitlichen Märkten

Die Marktentwicklung war 2015 in Europa uneinheitlich und in Asien äußerst schwierig. Die Markterholung kam in Europa nur in einigen wenigen Ländern wirklich stark zum Tragen, etwa in Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Schweden, Dänemark und Bulgarien. In Deutschland ging der adressierbare Markt im laufenden Geschäftsjahr zurück. Die bessere Entwicklung im Neubausegment konnte das schwächere Renovierungsgeschäft nicht kompensieren. Der französische Markt war auch 2015 weiter rückläufig, vor allem im Neubausektor. Die Tendenz verbesserte sich allerdings im Laufe des Jahres, wenn auch nicht so schnell wie Branchenexperten ursprünglich zum Ende des Jahres 2014 prognostiziert hatten. In Italien blieb das Marktumfeld im Jahr 2015 schwierig und der Wohnungsbausektor verzeichnete eine weitere Abschwächung. In Asien gingen die adressierbaren Märkte in Malaysia und insbesondere in China zurück. Braas Monier geht davon aus, dass das Unternehmen in einer Vielzahl von Ländern, die insgesamt über 70% des Konzernumsatzes erwirtschaften, ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum erzielt hat. 

Gesamtjahresumsatz um 4% gestiegen

In diesem schwierigen Umfeld gelang es Braas Monier, den Umsatz um 3,8% auf 1.257 Millionen Euro zu steigern, was insbesondere auf ein überdurchschnittliches Wachstum in Ländern wie Deutschland und Großbritannien sowie auf wertsteigernde Übernahmen zurückzuführen ist. Im Januar 2015 vollzog Braas Monier die Übernahme von Cobert, des Marktführers auf der iberischen Halbinsel in den Bereichen Herstellung und Vertrieb von Dachziegeln, Dachsteinen und Zubehör. Im Oktober 2015 wurde mit Golden Clay Industries der führende Dachziegelhersteller in Malaysia übernommen. Diese beiden neuen Unternehmen steuerten im abgelaufenen Geschäftsjahr 36,7 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei. Positive Währungseffekte, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Konzerns in Großbritannien und China, machten im abgelaufenen Geschäftsjahr 13,6 Millionen Euro aus. Bereinigt um Übernahmen und Fremdwährungseffekte ging der Umsatz geringfügig um 0,4% zurück. Aufgrund eines starken Rückgangs in Asien (-8,9%) nahmen das Volumen der verkauften Dachpfannen auf bereinigter Basis um 2,9% ab, während die Mengen in Europa geringfügig um 0,2% zunahmen. Die durchschnittlichen Verkaufspreise im Dachpfannengeschäft stiegen im Jahr 2015 um 0,8%. Der Umsatz, der im vierten Quartal 2014 noch bei 303,6 Millionen Euro gelegen hatte, stieg im vierten Quartal 2015 um 4,9% (bereinigt: +1,4%) auf 318,4 Millionen Euro. Auf bereinigter Basis verbesserten sich die europäischen Dachziegelmengen im vierten Quartal um 4,1%.

Operatives EBITDA über Vorjahresniveau

Braas Monier steigerte die Profitabilität im Jahr 2015 weiter. Das Operative EBITDA stieg um 0,7% auf 196,8 Millionen Euro (2014: 195,4 Millionen Euro), wobei die Operative EBITDA-Marge trotz negativer Volumeneffekte auf einem soliden Niveau von 15,7% (2014: 16,1%) gehalten wurde. Die erstmalige Berücksichtigung der lokalen Marktführer Cobert (Spanien / Portugal) und Golden Clay Industries (Malaysia) trug zu dieser Steigerung 4,8 Millionen Euro bei. Positive Währungseffekte erbrachten weitere 2,3 Millionen Euro. Das Operative EBITDA stieg im vierten Quartal um 

3,3 Millionen Euro bzw. 7,0% (bereinigt: +4,0%) auf 50,3 Millionen Euro (2014: 47,0 Millionen Euro).

Deutliche Steigerung des Nettoergebnisses um 39%

Braas Monier verbesserte mit einem Nettoergebnis im Geschäftsjahr von 55,1 Millionen Euro das bereits sehr solide Ertragsniveau von 2014 (39,8 Millionen Euro) um 38,6%. Dieser deutliche Anstieg ist vor allem auf verschiedene positive Einmaleffekte in 2015 zurückzuführen, insbesondere auf nicht zahlungswirksame Erträge im Finanzergebnis, Versicherungsansprüche, Übernahmen und Werksverlegungen. Auch die Tatsache, dass das Finanzergebnis keine negativen Gewinn- und Verlusteffekte aufgrund der Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem Börsengang vom Juni 2014 mehr enthielt, wirkte sich positiv aus. Demgemäß stieg das Nettoergebnis je Aktie (Nettoergebnis im Berichtszeitraum dividiert durch die Anzahl der zum 31. Dezember 2015 im Umlauf befindlichen 39.166.667 Aktien) von 1,02 Euro auf 1,41 Euro. 

Operativer Cashflow fast verdoppelt

Braas Monier erwirtschaftete einen operativen Cashflow von 121,9 Millionen Euro und verdoppelte damit die im Jahr 2014 erreichten 65,4 Millionen Euro nahezu. Abgesehen von der verbesserten Profitabilität und den zuvor genannten Faktoren wurden höhere Erhaltungsinvestitionen und Steuerzahlungen im Jahr 2015 durch Zusatzerlöse aus Factoringforderungen, geringere Abflüsse aus Rückstellungen für Altlasten, vor allem im Zusammenhang mit dem Abschluss der in den Jahren 2012/2013 durchgeführten betrieblichen Umstrukturierung, mehr als ausgeglichen. Darüber hinaus fielen im Vorjahr zusätzliche Kosten im Rahmen der Refinanzierung der seinerzeit bestehenden Verschuldung an.

Nettoverschuldung deutlich im angegebenen Zielrahmen, Eigenkapitalposition gestärkt

Der Verschuldungsgrad, definiert als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Operativen EBITDA, konnte auf einem komfortablen Niveau von 1,7 gehalten werden, was deutlich innerhalb des vorgegebenen Zielrahmens von 2,0 oder niedriger auf pro-forma-Basis liegt. Derzeit bestehen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns hauptsächlich aus einer vorrangig besicherten, variabel verzinslichen Anleihe „Floating Rate Notes“ in Höhe von 315 Millionen Euro und einem vorrangigen Darlehen in Höhe von 200 Millionen Euro. Beide Instrumente werden im Jahr 2020 fällig. Zusätzliche finanzielle Flexibilität bietet eine revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 100 Millionen Euro, die zum Geschäftsjahresende nicht in Anspruch genommen war. Die starke operative Leistung, die Generierung von Cashflow in erheblicher Höhe sowie unsere finanzielle Disziplin haben zum Ende des Jahres 2015 zu einem Rating-Upgrade durch S&P geführt. Dies dürfte unsere Refinanzierungsmöglichkeiten im laufenden Geschäftsjahr verbessern. Infolge des im Jahr 2015 erzielten hohen Nettoergebnisses stieg das Eigenkapital von 92,9 Millionen Euro zum 31. Dezember 2014 auf 147,0 Millionen Euro zum 31. Dezember 2015. Die Eigenkapitalquote stieg damit von 6,3% im Geschäftsjahr 2014 auf 9,7% im Geschäftsjahr 2015.

Dividende soll um 33% auf 0,40 Euro je Aktie steigen

Die starke operative und finanzielle Leistung von Braas Monier im Jahr 2015 versetzte das Unternehmen in die Lage, seinen Aktionären eine deutliche Erhöhung der Dividende um 33% auf 0,40 Euro je Aktie vorzuschlagen. Diese Leistungsstärke - trotz der Tatsache, dass sich viele Märkte auf bzw. nahezu auf historischem Tiefstand befinden - gibt uns die Zuversicht, dass wir unseren Aktionären auch weiterhin langfristige attraktive Wachstumschancen bieten können. 

Operative Segmente 2015 mit uneinheitlicher Entwicklung

Die Wohnungsbaumärkte in Europa sowie in Asien und Südafrika nahmen im Jahr 2015 eine uneinheitliche Entwicklung. Dies schlug was sich deutlich in den Verläufen von Umsatz und Operativem EBITDA der einzelnen Berichtssegmente nieder.

Dank eines dynamischen Wachstums in Großbritannien und in den Niederlanden erzielte Westeuropa eine deutliche Umsatzsteigerung von 5,5%, die auch in einer überdurchschnittlichen Ertragsteigerung zum Ausdruck kam. Das Operative EBITDA wuchs um 11,7% bei einer EBITDA-Marge von 15,1% (+90 Basispunkte gegenüber 2014).

Die Umsatzentwicklung in Deutschland war leicht positiv, während in Polen und Teilen Skandinaviens höhere Wachstumsraten erzielt wurden. Dieses grundlegende Wachstum reichte aus, um stark negative Währungseffekte, vor allem aufgrund der Abwertung des russischen Rubels, auszugleichen. Insgesamt verbesserten sich die Umsätze in Zentral-, Nord- und Osteuropa um 0,5% bzw. währungsbereinigt um 1,9%. Das bereinigte Operative EBITDA stieg um 0,8%. Unter Berücksichtigung der Wechselkursänderungen lag das Operative EBITDA mit 72,2 Millionen Euro auf der Höhe des Vorjahrs.

Die Umsätze in Südeuropa legten um 16,8% zu, was maßgeblich auf die erstmalige Konsolidierung von Cobert zurückzuführen ist. Das Operative EBITDA stieg um 2,9 Millionen Euro bzw. um 9,2% auf 36,8 Millionen Euro. Cobert trug zu dieser Verbesserung mit 4,2 Millionen Euro bei. Aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage in Italien war die bereinigte Entwicklung weniger günstig - der Umsatz ging um 1,7% zurück, das Operative EBITDA um 2,9%.

In Asien und Afrika führten negative Marktentwicklungen, insbesondere in Malaysia und China, zu starken Mengeneinbrüchen und zu einem Umsatzrückgang von 3,9%. Der negative Mengeneffekt schlug sich auch im Operativen EBITDA nieder, das im Geschäftsjahr 2015 um 11,6% fiel.

Im Geschäftsbereich Schornsteine und Energiesysteme, mit dem geografischen Schwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa, verfehlte der Umsatz das Vorjahresniveau um 1,5%. Währungsschwankungen wirkten sich kaum auf die operative Entwicklung aus. Das Operative EBITDA ging ebenfalls um 7,1% zurück. Zum Ende des Geschäftsjahrs verbesserte sich der Geschäftsverlauf mit einer weitgehend stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung im vierten Quartal.

Der Umsatz bei Central Products & Services, der hauptsächlich aus zentral produzierten und an andere Segmente verkauften Dachsystemteilen resultierte, ging im Geschäftsjahr 2015 um 1,2% zurück. Nur ein Teil des Komponentengeschäfts wird in diesem Segment abgebildet, der Großteil des Umsatzes mit Komponenten entfällt auf die anderen Berichtssegmente. Hierdurch kommt die insgesamt positive Entwicklung des Komponentengeschäfts, das im Berichtsjahr auf Konzernebene um 1,7% zunahm, in den Segmentzahlen nur unzureichend zum Ausdruck. Die Höhe des Umsatzes mit Komponenten (ohne die spezielle Komponentenmarke Klöber) pro Quadratmeter verkaufter Dachpfannen, die Hauptkennzahl für europäische Komponenten, stieg auf vergleichbarer Basis im Jahr 2015 um 3,0% von 2,37 Euro pro Quadratmeter auf 2,44 Euro pro Quadratmeter. Der positive Beitrag zum Operativen EBITDA, den das Komponentengeschäft in diesem Berichtssegment leistete, reichte nicht aus, um die ebenfalls in diesem Segment angefallenen Holding- und F&E-Kosten auszugleichen. Das Operative EBITDA ging im Jahr 2015 um 2,2 Millionen Euro auf -5,2 Millionen Euro zurück.

Weiteres Mengenwachstum in Europa in 2015 aufgrund positiver Leitindikatoren erwartet 

Neben dem kontinuierlichen Wachstum in Großbritannien verzeichneten auch mehrere andere, kleinere Märkte im Jahr 2015 positive Tendenzen, insbesondere die Niederlande, Polen und Teile Skandinaviens. Andere, wie Frankreich und Italien, haben sich noch nicht erholt und gingen weiter zurück. In Deutschland litt die Marktentwicklung im Jahr 2015 unter der Knappheit von Bauland und fehlenden Anreizen für energieeffiziente Renovierung. 

Die Leitindikatoren für das europäische Neubau- und Renovierungsgeschäft wie Baugenehmigungen und Verbrauchervertrauen sind in den meisten Ländern grundsätzlich positiv. Dementsprechend erwarten Forschungsinstitute, dass die Bautätigkeit in Europa im laufenden Geschäftsjahr weiter zunehmen wird. Für Asien sind die Aussichten weniger positiv, insbesondere was den chinesischen Markt betrifft.

Braas Monier sieht die Entwicklung auf dem Wohnungsbaumarkt im Jahr 2016 für seine Unternehmen insgesamt positiv und erwartet in den Schlüsselmärkten, in denen diese tätig sind, ein Mengenwachstum, vorbehaltlich externen Ereignisse durch große geopolitische Instabilität. 

Weiteres Marktwachstum wird für Großbritannien und eine Anzahl anderer europäischer Länder wie Spanien, die Niederlande, Polen und einige südosteuropäische Länder erwartet. Der deutsche Markt bleibt voraussichtlich stabil, mit positiven Impulsen für das Neubausegment, gedämpft durch eine weniger günstige Entwicklung auf dem Renovierungsmarkt. Aufgrund positiver Leitindikatoren wird erwartet, dass der französische Markt im Jahr 2016 zu einem geringfügigen Wachstum zurückfindet. Der italienische Markt dürfte sich zumindest stabilisieren. Der chinesische Markt wird höchstwahrscheinlich weiter schrumpfen, während sich Malaysia stabilisieren sollte. Das Komponentengeschäft wird voraussichtlich zulegen, unterstützt durch immer strengere nationale und internationale Bauvorschriften vor allem im Hinblick auf Energieeffizienz und Sicherheit. Für den Geschäftsbereich Schornsteine und Energiesysteme wird in den betreffenden Märkten eine ähnliche Entwicklung erwartet wie für das Bedachungsgeschäft.

Braas Monier wird weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum anstreben. Das Management ist zuversichtlich, dass dieses Ziel in den kommenden Jahren durch das konzernweite Wachstumsprogramm „Top Line Growth“ erreicht wird. Schwerpunkte sind dabei kundenorientierte Vertriebs- und Marketing-Initiativen, wertschöpfende Dienstleistungen, die Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen wie „WrapTec“ und der vor Kurzem vorgestellte neue Dachstein mit „Aerlox“ Technology sowie weitere opportunistische Ergänzungsakquisitionen.

„Wir werden auch 2016 weiter in profitables Wachstum investieren. Unsere Produktinnovationen haben das Potenzial, unseren Produktmix zu bereichern. Wir werden aktiv nach weiteren möglichen Übernahmezielen suchen und sie bewerten, um so unsere Geschäfte zu stärken, Märkte zu konsolidieren und dadurch von einer künftigen Markterholung noch stärker zu profitieren“, unterstrich Pierre-Marie De Leener.

Basierend auf diesen Annahmen erwartet Braas Monier einen bereinigten Umsatzanstieg um 2% bis 3%, getragen vom Wachstum der in Europa abgesetzten Mengen an Dachpfannen. Zur Deckung steigender Einstandskosten werden die durchschnittlichen Verkaufspreise voraussichtlich leicht ansteigen. Zudem wird die erstmalige vollständige Berücksichtigung der Übernahmen in Malaysia, Dänemark und Italien zum Umsatzwachstum voraussichtlich weitere 2% bis 3% und zum Wachstum des Operativen EBITDA rund 4% beisteuern.

Unter Kostengesichtspunkten erwartet die Konzernführung einen leichten Anstieg der Einsatzkosten (Rohmaterialien und Lohninflation). Die derzeit niedrigen Energiepreise sollten das Potenzial haben, den Anstieg der variablen Kosten etwas abzumildern, vorausgesetzt, sie bleiben das ganze Jahr über auf diesem Niveau. Der Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise wird zusammen mit Effizienzsteigerungen, vor allem im Produktionsbereich, den Anstieg der variablen Kosten sowie der Fixkosten voraussichtlich ausgleichen. Das Umsatzwachstum in Kombination mit dem starken operativen Hebel bei Braas Monier sowie der konsequenten Kostenkontrolle auf allen Ebenen soll für weiteres Wachstum der Erträge des Unternehmens sorgen.

Der nachhaltige Investitionsaufwand einschließlich des Investitionsaufwands für erworbene Unternehmen wird voraussichtlich bei rund 65 Millionen Euro liegen. Darüber hinaus werden im Jahr 2016 etwa 5 Millionen Euro in künftige Wachstumsprojekte investiert. 

Der vom operativen Geschäft erwirtschaftete starke Cashflow wird dem Konzern weiterhin ein kontinuierliches und ambitioniertes Wachstum ermöglichen, und zwar sowohl organisch als auch durch Übernahmen. Im Fokus steht dabei nach wie vor die Kapitalrendite (ROIC) unter gleichzeitiger Beachtung des Nettoverschuldungsgrads und der Dividendenpolitik des Konzerns.


Über Braas Monier

Die Braas Monier Building Group ist ein führender Hersteller und Anbieter von Produkten für das Geneigte Dach in Europa, einzelnen asiatischen Märkten und Südafrika. Der Konzern deckt den gesamten Produktionsprozess ab und verfügt über ein umfangreiches Spektrum an Dachziegeln und Dachsteinen für Schrägdächer. Als einer der wenigen Anbieter umfasst das Portfolio außerdem weitere Dachsystemteile für verschiedene funktionale Aspekte von Schrägdächern. Schornsteine aus Keramik und Stahl sowie Energiesystemlösungen runden das Angebot ab. Zum 31. Dezember 2015 war Braas Monier in 37 Ländern aktiv, betrieb 118 Produktionsanlagen und beschäftigte rund 7.735 Mitarbeiter. Sitz des Unternehmens ist Luxemburg.


Ansprechpartner

Achim Schreck
Director Group Communications / Investor Relations
Braas Monier Building Group

Tel: +49 6174 61 28 59
E-Mail: achim.schreck@monier.com


PRESSETEXT

160302_Braas_Monier_vorlaeufiges_Ergebnis_2015_Pressemitteilung.pdf